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   Wanderung entlang der Klippen des Okertals (Harz)
  




Klippentraum Okertal
 





Unsere Gesamtbewertung:
4 von 5 Sternen

 


Schwierigkeitsgrad "mittel"
innerhalb der Kategorien:
Mittelgebirge/ Halbtagestour





(mehr Bilder finden Sie weiter unten auf dieser Seite im Rahmen einer "Fotostrecke")


Winterliche Schneepracht zaubert nicht nur den Skifahrern unter den
Outdoor-Fans sondern auch vielen Wanderfreunden ein Strahlen
aufs Gesicht. Hier eine Tourempfehlung von uns für all jene, die
sowohl auf weiße Winterlandschaft als auch auf Felsen stehen:
eine elf Kilometer lange Klippen-Tour der Extraklasse!

In den Harz möchten wir Euch diesmal entführen und zwar ins
zauberhafte Tal der Oker bzw. auf die Felsen darüber.
 
Warum unsere Beurteilung für diese Strecke extrem ambivalent
ausfiel und welche Optimierungsvorschläge wir für Euch haben,
dazu mehr in der Detail-Bewertung und der Fotostrecke.

 


Länge

11 km
 


Landschaft

Überwiegend bewaldete Berge mit urigen Klippen und Felsblöcken sowie
mehrfach grandiosem Ausblick, Bachläufen und spektakulärem Wasserfall.
 


Streckenführung

Zu Beginn und am Ende wenige Meter in Ortslage, überwiegend mehr
oder minder breite idyllische Waldwege, abenteuerliche Klippenpfade
(teilweise über Planken), stellenweise sehr steile Auf- und Abstiege.

Negativ: Der Abschnitt zwischen dem Anwesen des Hotel/ Restaurants
"Königreich Romkerhall" und "Adlerklippe" führt parallel zur Bundesstraße,
z. T. sogar direkt neben der Leitplanke, an der Oker entlang, wobei man
extrem hässliche Industrieanlagen passiert. Siehe unter Tipps unseren
Vorschlag für eine Alternativroute auf dem Rückweg!

 


Streckenzustand

Unterschiedlich: Bis zum "Königreich Romkerhall" und dann auch
wieder auf den "Adlerklippen" gut in Schuss und überwiegend sauber.
Dazwischen im Bereich der Bundesstraße allerdings nicht nur hässlich,
 sondern auch stark verschmutzt und eigentlich nicht als Wanderweg,
sondern mehr als "provisorischer Trampelpfad neben Leitplanke"
zu bezeichnen.

Es gibt keine spezielle Beschilderung für diesen Rundweg, so dass
man auf Wanderkarte oder GPS-System angewiesen ist.

Rastmöglichkeiten oder auch nur einfache Bänke sind an der gesamten
Strecke relativ rar. An den "Kästeklippen" gibt es eine Gaststätte.

Im Winter ist der erste Teil der Tour oberhalb der Schneegrenze
teilweise sehr schwer zu laufen, weil die Wege und Planken nicht nur
schneebedeckt sondern auch stark vereist sein können! (Siehe Equipment!)

 


Schwierigkeitsgrad

Aufgrund der Beschaffenheit der Strecke mit ihren Steigungen und
Schmalstellen konditionell und technisch im Winter bei Schnee/ Eis
und großer Kälte schon recht anspruchsvoll, bei milden Temperaturen
und Trockenheit nur mittelschwer.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig,
um die Tour komplett laufen und genießen zu können.

 


Erforderliches Equipment

Bei trockenem Wetter empfehlen wir knöchelhohe Wanderschuhe.

Im Winter bei Schnee und Sonnenschein zusätzlich Grödel (!),
Stock und Sonnenbrille. Bei Tiefschnee Gamaschen nicht vergessen!

Starke Sonneneinstrahlung auf dem Gipfel, deshalb Kopfbedeckung
und Sonnencreme im Sommer und Winter sinnvoll.
 


Familientauglichkeit

Nur mit größeren Kindern gegeben, da die Tour für die meisten jüngeren
Kinder wohl zu lang sein dürfte und sich der Weg für Buggys ebenfalls
nicht eignet. Wir würden auch davon abraten, sich mit Baby-Tragegestell
auf die teilweise sehr steilen und schwer gehbaren Pfade zu begeben.
 


Wandern mit Hund

Ein kräftiges, gesundes Tier dürfte Gefallen an der Tour finden, wenn man
bereit und kräftemäßig in der Lage ist, ausreichend Wasser mitzuführen.
 


Tipps

Im Stadtteil Oker gibt es ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten,
die wir dem nicht sehr vertrauenserweckend wirkenden sogenannten
Wanderparkplatz am Hotel "Waldhaus" vorgezogen haben.

Auch, wenn die Tour dadurch wesentlich schwieriger wird, würden wir auf
jeden Fall mal zu einem (zusätzlichen) Besuch der Klippen bei Schnee raten,
denn gerade mit der weißen Pracht sind sie unvergleichlich schön.

Dringend raten wir davon ab, die Tour in umgekehrter Richtung zu laufen,
denn der extrem steile Aufstieg neben dem Wasserfall ist eine Tortour,
wie wir an uns entgegenkommenden Wanderern erleben durften.

Klettern in Maßen möglich: Auf der "Feigenbaumklippe" haben
wir trainierende Freeclimber getroffen.

Höhe: Eigentlich logisch, aber noch einmal ganz deutlich:
Wer unter Höhenangst leidet, sollte keine Klippenwanderung machen,
denn die Kraxelei auf und der Blick von den exponierten Felskanten
ist gerade das Herrliche an dieser Tour.


Wichtig: keine spezielle Ausschilderung, daher Wanderkarte oder
GPS-System nicht vergessen!

Unser wichtigster Rat: Nicht an der Oker zurücklaufen, sondern etwa in
Höhe des Wasserfalls auf einer Wald-Route unterhalb der Klippen entlang.
Die "Adlerklippen" sind auf diese Weise zwar erst einmal nicht inbegriffen,
aber man kann sie vor- oder hinterher mit dem Auto ansteuern und
innerhalb weniger Minuten von einem extra Parkplatz aus erreichen.
Separat sind sie auch ein schönes, interessantes Ausflugsziel für Familien
mit größeren Kindern, die Spaß an der Kraxelei über die Felsen haben.


Foto-Streckenbeschreibung

 (Bilder bitte anklicken, um sie im Großformat zu betrachten)






Nach nur wenigen
Metern in Ortslage
begibt sich
der Wanderer
auf einen mäßig
steilen, breiten
Aufstiegsweg,
der nach einer
Walddurchquerung
bereits einige
schöne Ausblicke
in die Landschaft
gewährt.













Der Blick fällt auf
gegenüberliegende
Hänge mit Klippen,
die sicherlich
ebenfalls eine Erkundung
wert sind.











Ein erstes Highlight der Tour ist die "Ziegenrückenklippe" mit ihren kathedralenartig,
steil aufragenden Felsen, bei unserem Besuch noch unterhalb der Schneegrenze.














Der gefrorene
Untergrund im
idyllischen Waldstück
nur wenige Meter
oberhalb der
"Ziegenrückenklippe"
zeigt an, dass man
sich allmählich in winterliche Gefilde
begibt.

















Wundervoll das Lichtspiel der Januarsonne zwischen den Stämmen am Wegesrand.










Kleiner Kontrollblick an
der nächsten Weggabelung
auf unsere Karte:
Uups, wir sind ja gar nicht
mehr da, wo der Finger
auf die Karte zeigt,
sondern bereits an der
ersten der beiden Schleifen weiter rechts im Bild.

Also gönnen wir uns
eine keine Rast auf
der Bank und erfreuen
uns an der tollen
Aussicht aufs
"Kuhschiedental".











Sehr steil bergauf geht es ab hier durch den Nadelwald.









Felsformationen
säumen den
Weg und
geben einen
Vorgeschmack
auf die freudig
erwarteten
Klippen.

















Wo der
Wald etwas
lichter ist,
befindet
sich bereits
eine dünne
Schneeschicht.











Et voilà: Das Plateau ist erreicht. Der höchste Punkt der Strecke mit 605 Metern,
der Bereich der "Kästeklippen", liegt unter einer geschlossenen Schneedecke.
Wer "einkehren" möchte, findet hier die Gaststätte "Kästehaus".

Erkennt jemand, welcher Berg sich in der Ferne hinter Leilah erhebt?




Genau, Harzkenner machen mit geübtem Blick die typische
Silhouette des "Brocken" mit seinen Sendeanlagen aus.

Wir haben übrigens den Aufstieg zum "Brocken" über den
"Heinrich-Heine-Weg"
hier ausführlich beschrieben ;-)






Gleich nach
Passieren der
erwähnten
Gastronomie
erwartet den
Wanderer eine
weitere Küche,
die zu dieser
Jahreszeit
allerdings
logischerweise
besonders
kalt bleibt:
die Hexenküche.


















Ein bei dieser Witterung
zwar etwas beschwerlicher
Abstecher vom regulären
Wanderweg durch den
Wald zu den "Mönch und
Nonne"-Klippen lohnt
sich definitiv.
















Grandios der Ausblick von dieser Felsformation hinunter ins Tal und auf umliegende Berge.












Wieder zurück auf
dem eigentlichen
Wanderweg streift
man bald die
nächste Klippe.
















Ein Kuriosum
der besonderen
Art hat die
Natur am Rande
des weiteren
Streckenverlaufes geschaffen -
hier noch von
mystischen
Strahlen verhüllt.










Die "Mausefalle" als wunderbares Sinnbild dafür, dass zuweilen
auch ganz Kleine die Großen, Mächtigen aufhalten können.









Nach einigen
weiteren Metern
erkennt man
bereits die
imposante
"Feigenbaumklippe"
mit geländer-
gesicherter
Kanzel.











Die gewaltige
Felsformation
mit zahlreichen
Steinblöcken
und einem
schönen Rastplatz
lädt zum Verweilen, Picknicken,
Herumschauen
und sogar zu
Kletterübungen ein.





















Zur eigentlichen
"Feigenbaumkanzel"
gelangt man über
schmale Holzbohlen,
im Winter eine recht
rutschige, waghalsige
Angelegenheit.































Hoch ragt
die Kanzel
über das
Okertal auf.

Nichts für
Wanderer mit Höhenangst.


















Dieser Wanderweg trägt zu recht seinen Namen:
Klippen über Klippen, soweit das Auge reicht.














Winterliche
Impressionen
beim steilen
Abstieg.



















Wehmütiger
Blick
zurück
auf die "Feigenbaum-
klippe".


















Kleiner
Abstecher zur
Granitformation
"Mooswand".














Heikler Abstieg bei Schnee und Eis, bretthart und spiegelglatt der Untergrund.
Ohne Grödel oder leichte Steigeisen ist das nicht machbar.














Munter und malerisch
plätschert
das Bächlein
"kleine Romker"
neben dem
Weg bergab,
um schließlich
im künstlich
angelegten
Wasserfall
zu münden.


















Schnee, Eis und Matsch zwingen den Wanderer in diesem
Bereich mitunter ins Gestrüpp neben dem Pfad.















Wahrlich majestätisch:
Der 60 Meter hohe
"Romkerhaller Wasserfall"
von unten betrachtet
und in Eiseskälte
zu skulpturalen
Gebilden erstarrt.


















Nach Querung der Bundesstraße und der Oker befinden wir uns nun auf der
anderen Seite des Okertals hinter dem Hotel/ Restaurant "Königreich Romkerhall"
und halten den skurrilen Anblick fotografisch fest.









Als seichtes
Bächlein
plätschert
die Oker
zwischen
rundlichen
Felsbrocken
dahin.






















Nachdem man
hässliche Stau-
und Industrieanlagen
hinter sich gelassen
hat, gibt es endlich
wieder Klippen
zu bestaunen.



















Der Winterwanderer wird gelegentlich auch von Wasserfällen überrascht, die
auf keiner Karte eingezeichnet sind und den Weg überschwemmen ;-)







Schnee und Eis
haben wir lange
hinter uns
gelassen.

Mit seltsamen
Farbtönen
und Formen imponieren die
"Adlerklippen"






















Man erklimmt diese
Formation teils auf
steinigem Pfad,
teils auf gesicherten
künstlichen Stegen.























Auch hier gibt es einen Kanzelaussichtspunkt. Allerdings bietet sich ein
Ausblick, auf den man gerade auch bei tristem Wetter gut verzichten kann:
Bundesstraße, verschalter Industriewasserkanal und Unterholz stehen in
unerfreulichem Kontrast zum schönen Teil der Wanderung.




Unser Fazit zu den "Adlerklippen": Ausblick ignorieren, Kraxelei genießen!






Erst wenn
man die
Straße
und den
Wasserkanal
ausblendet,
kommen
die an sich
faszinierenden
Klippen richtig
zur Geltung.











Letzter kleiner Kraftakt bevor man durch ein kleines Waldstück
recht öde in den Goslarer Stadtteil Oker zurückgeführt wird.



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